Die Geschichte der Waldorfschule Emmendingen

 

Die Waldorfschule Emmendingen wurde 1995 von Eltern und Lehrern gegründet. 

Zu Beginn der 90er Jahre trafen hier zwei Strömungen aufeinander: einerseits Eltern, die eine Waldorfschule im nördlichen Raum von Freiburg i.B. gründen wollten, auf der anderen Seite Eltern mit der Vision von „Einer Schule für alle“ – in diesem Fall Eltern von Kindern mit einer Behinderung. 

Schnell wurde ersichtlich, dass die Waldorfpädagogik in ihren ursprünglichen Intensionen für diese Idee der „Schule für alle“ sehr gut geeignet sein würde.

Das gemeinsame Lernen sollte ebenso im Vordergrund stehen, wie die Wertschätzung der unterschiedlichen Begabungen.

Dieses „Neuland“ im deutschen Bildungsbereich wurde erforscht. Zahlreiche Wissenschaftler wurden eingeladen und Konzepte erarbeitet.  

Die anthroposophische Menschenkunde und die sich darauf beziehende Waldorf- und  Heilpädagogik bildeten die Grundlage - unter Einbeziehung der aktuellen Erfahrungen der sich auch an anderen Orten entwickelnden Integrationsbewegung.

Prof. Jakob Muth (✝1993, setzte sich initiativ für die Integration von Menschen mit einer Behinderung ein) hielt hierzu 1992 auf Einladung einen wichtigen Vortrag für Emmendingen.   

Es folgte ein langwieriges Ringen mit den Schulämtern um eine Anerkennung und Bezuschussung. 2009 gelang schließlich der Durchbruch für die Waldorfschule Emmendingen und für Baden Württembergs Schullandschaft.

Ein Gerichtsurteil bescheinigte der Emmendinger Waldorfschule den Status "Integrative Schule in freier Trägerschaft“ - Näheres hierzu unter: Prozessbericht.

 

Die UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung, ist am 26. März 2009 in Deutschland in Kraft getreten. Sie fordert unumdeutbar das „inklusive Schulmodell“.

 

Unsere Erfahrung ist: Inklusion – als ein gesellschaftliches Anliegen und als Ziel - braucht Zeit. Die Waldorfschule Emmendingen hat vor 20 Jahren begonnen Erfahrungen zu sammeln und befindet sich noch immer „auf dem Weg“...